5 Erfolgsfaktoren für das HPV-Impfgespräch

March 1, 2021
Doctor and two patients: one is an adult, the other is a child

Das Thema HPV-Impfung kann bei vielen Eltern Fragen aufwerfen. Wie gehen Sie auf Unsicherheiten und Bedenken Ihrer Patienten ein? Wie sprechen Sie das Thema HPV während Ihrer Konsultationen am besten an?

Im Folgenden erhalten Sie fünf Tipps:

  1. Bezeichnen Sie die HPV-Impfung als Standardimpfung
    Sagen Sie: „Das ist eine Standardimpfung gegen bestimmte HPV-Erkrankungen. Die Impfung kann z.B. vor bestimmten Krebsvorstufen und Krebsarten schützen, die durch HPV ausgelöst werden.“1, 2
  2. Treffen Sie Aussagen statt Fragen zu formulieren
    Sagen Sie: „Jetzt steht die HPV-Impfung an.“ Anstatt „Haben Sie schon einmal über eine HPV-Impfung nachgedacht?“
  3. Besprechen Sie die Impfung möglichst früh
    Ihr Argument: Lieber zwei Spritzen mit 11 bis 14 Jahren, als drei Spritzen mit 15 Jahren.2
  4. Teilen Sie Ihre eigenen Erfahrungen
    Sagen Sie zum Beispiel: „Meinen Sohn/meine Tochter habe ich auch geimpft.“ Oder „Ich habe schon viele HPV-Impfungen durchgeführt.“
  5. Impfen Sie sofort
    Am besten impfen Sie gleich im Anschluss an Ihr Gespräch oder Sie vereinbaren einen Impftermin.

Referenzen:
  1. Attia A. et al. (2018): On surmounting the barriers to HPV Vaccination: We can do better. Ann Med. 2018 May; 50(3):209 – 225. DOI: 10.1080/07853890. 2018.14268753.
  2. Bundesamt für Gesundheit BAG, Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF). HPV-Impfung: ergänzende Impfempfehlung für Jungen und Männer im Alter von 11 bis 26 Jahre. Bulletin, 2015(10): 141-149. Verfügbar unter: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-b/richtlinien-empfehlungen/empfehlungen-spezifische-erreger-krankheiten/hpv/hpv-impfung-jungen-maenner.pdf.download.pdf/hpv-impfung-jungs.pdf eingesehen 03/2021.

Kopien der Studienpublikationen können bei Bedarf bei MSD angefordert werden.

Kurzfachinformation Gardasil 9®

Gardasil® 9 (nonavalenter HPV-Impfstoff). W: L1 Protein der HPV-Typen 6,11,16,18,31,33,45,52,58. I: Im Alter 9-26J zur Prävention von Zervix-, Vulva-, Vaginal- und Analkarzinomen, prämalignen Läsionen von Zervix, Vulva, Vagina und Anus sowie von Genitalwarzen. D: 3 Dosen in Monat 0, 2, 6. Alternativ im Alter 9-14J: 2 Dosen in Monaten 0 und 5-13. KI: Überempfindlichkeit gegenüber Wirk-/Hilfsstoffen. Verschiebung bei akuter, schwerer, fieberhafter Erkrankung. WH: Selten anaphylaktische Reaktion, Synkopen möglich, keine therapeutische Wirkung, kein Ersatz für Gebärmutterhalskrebsvorsorge, allenfalls keine Immunantwort bei eingeschränkter Immunfunktion, Vorsicht bei Thrombozytopenie oder anderer Blutgerinnungsstörung. DDI: Keine bekannt/nicht untersucht. S/S: Keine Hinweise auf unerwünschte Wirkung, aber bei Schwangerschaft nicht empfohlen; während Stillzeit möglich. UAW: Sehr häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle (Erythem, Schmerz, Schwellung), Kopfschmerzen. P: Fertigspritze 0,5ml. AK: B. Z: MSD Merck Sharp & Dohme AG, Werftestrasse 4, Luzern, Schweiz. (V4) CH-GSL-00015.

Konsultieren Sie bitte vor einer Verschreibung die vollständige Fachinformation, publiziert auf der Homepage von Swissmedic (www.swissmedicinfo.ch).